Arbeitskreise
 

AK1: Kennenlernkurs für freies Erzählen ohne Auswendiglernen
AK1 Klaus Drre
 
Klaus Dörre, Leiter des Atelier Erzählkunst und Märchen-Atelier „Die grüne Schlange“. Erzähler der Europäischen Märchengesellschaft, Bibelerzähler, Trauerbegleiter. Seit 15 Jahren Seminare „Inneres Märchenerleben“ gemeinsam mit stotternden und nichtstotternden Menschen. www.maerchen-atelier.de

Geschichten und Märchen mit / trotz Stottern erzählen?   Das ist möglich!   Probiert es einfach aus!
Unser Erzählweg geht von den in der menschlichen Seele gespeicherten Bildern aus. Wir verzichten auf Auswendiglernen und der damit verbundenen Gefahr des „Black-out“. Wir geben der Sprache Zeit, damit auch der Zuhörer in seine Bilder und Vorstellungen eintauchen kann. Wir „spielen“ mit den Worten  und müssen uns keine Gedanken machen über Stolpersteine beim Sprechen. Wir sind im „Film unseres Seelenkinos“ und entdecken, wie stabil die Bilder beim Erzählen bleiben.  Beim Laufen oder Gehen macht sich niemand Gedanken darüber, für welche Bewegung welcher Muskel gerade aktiviert werden muss. Die Aufmerksamkeit ist allein auf das Ziel gerichtet. Genauso werden wir sprechen, aus dem Gefühl heraus, mit Freude am Erzählen.
Dieser Kurs ist speziell auf die Bedürfnisse stotternder Menschen zugeschnitten. In geschütztem Rahmen und mit genügend Zeit sammeln wir eigene, neue Sprecherfahrungen.
 

AK2: SINNE – STIMME – SPASS AM SPRECHEN
          Mit allen Sinnen – Bewegen – Spüren – Entspannen – Sprechen 
AK2 Fiede Krause
 
Fiede Krause, niedergelassener Ergotherapeut mit Schwerpunkt Sensorische Integration und Wahrnehmungsförderung, Stotterer. Mitglied der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe seit 1981. Lange Zeit war ich aktiv in der Vorstandsarbeit im LV Nord. 

Unser Körper ist es, der unsere Stimme trägt, unserer Sprache Kraft und Ausdruck verleiht. Was liegt also näher, als sich mit unserem Körper zu beschäftigen. Meinen Körper einsetzen und meiner Sprache Ausdruck und Kraft verleihen, kann ich aber nur, wenn ich ihn kenne, wenn ich mich spüre. Zu häufig sind wir auf den Kopf reduziert und in ihm gefangen gehalten. In spielerisch entspannter Atmosphäre wollen wir dieser Kopflastigkeit entkommen. Wir werden wieder unser „Bauchgefühl“ spüren und dieses hilfreich in unseren Alltag integrieren. Wir werden mit Wahrnehmungsübungen und Spielen der Sensorischen Integration experimentieren, die unser Sinnessystem ansprechen. Wir erleben, wie wir uns spüren und wann wir alle unsere Sinne „beisammen“ haben. Sich entspannen und innere Ruhe finden, helfen uns, unseren Alltag ausgeglichen und mit Gelassenheit, nicht nur beim Sprechen, zu gestalten.

Bitte bequeme Kleidung, Wolldecke, Kissen und warme Socken mitbringen.
 

AK3:  Zeichnen
AK3 Monika Rathlev FotoRungholtsand 02 09 PrivatbesitzMonika Rathlev. Ich bin 1950 in Neumünster geboren und lebe seitdem in der Stadt. Als Künstlerin arbeite ich vor allem in den Techniken Zeichnung und Druckgrafik. Einen Bezug zu  Stottern und Selbsthilfe habe ich erst durch die Anfrage bekommen, einen Arbeitskreis während des 46. Kongresses im Oktober 2019 anzubieten.
 
Der Arbeitskreis findet am 05.10.2019 von 9:00 bis 12:00 Uhr im „Glas Kunst Atelier“ in Neumünster statt. Dieser Arbeitskreis richtet sich an alle, die den Spaß am Zeichnen nicht verloren haben oder ihn wieder gewinnen wollen. Das Material wird gestellt.
Zeichnen ist vieles, es ist Erfassen der Welt durch intensives Schauen und der gleichzeitigen Abstraktion auf eine zweidimensionale Fläche. Zeichnen ist Luxus, wenn es um den Umgang mit Zeit geht oder eine bewusste Reduktion, wenn es um das benötigte Handwerkszeug geht. Zeichnen mit Bleistiften bedeutet die Auseinandersetzung mit den Farben weiß bis schwarz. Während die Welt um uns herum immer hektischer wird, ist ZEICHNEN ein Rückzug in die Konzentration.
Inspiration und Anregungen für die künstlerische Arbeit bieten zahlreiche Motive im „Glas Kunst Atelier“. Außerdem wird durch verschiedene Aufgabenstellungen die eventuelle vorhandene Angst vor dem weißen Blatt Papier genommen. Ich möchte vermitteln, dass ZEICHNEN Spaß bringt und dass man überall zeichnen kann. Es geht auch darum, sich selbst zu finden und so zu akzeptieren, wie man ist. Wir werden erleben, dass jede/r Teilnehmer/in die Aufgaben ganz individuell löst und trotzdem alle Recht haben. Ein Richtig oder Falsch wird es nicht geben - nur Anders.
 

AK 4:  Lachyoga – Lachen ist gesund 
AK4 Martina Pansegrau
 
Mein Name ist Martina Pansegrau, ich bin 59 Jahre alt. Seit 1993 bin ich in der Stotterer-Selbsthilfe, mal mehr und mal weniger aktiv.

Was ist Lachyoga? Lachyoga (Yogalachen) ist eine Form des Yogas, bei der das grundlose Lachen im Vordergrund steht. Beim Lachyoga soll der Mensch über die motorische Ebene zum Lachen kommen; ein anfangs künstliches Lachen soll in echtes Lachen übergehen. Lachyogaübungen sind eine Kombination aus Klatsch-, Dehn- und Atemübungen, verbunden mit pantomimischen Übungen, die zum Lachen anregen. Über den Augenkontakt und spielerische Elemente wird es den Menschen erleichtert, vom willentlichen ins freie Lachen zu kommen und in einen Zustand kindlicher Verspieltheit.
Das allgemeine Wohlbefinden wird gesteigert, es werden entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen frei, Stresshormone und Stress werden abgebaut, das Immunsystem wird gestärkt, die Sauerstoffzufuhr im Gehirn wird erhöht, der Herz-Kreislauf wird in Schwung gebracht, die Atmung wird verbessert.
Nicht teilnehmen sollten Menschen bei Zwerchfellbruch, Angina pectoris und fieberhaften Infekten, Harn- und Stuhlinkontinenz, Aneurysma, Borderline, Bipolare Störung und Schizophrenie.
 
 
AK 5:  Rückfälle in der Stottertherapie

AK5 Robert RichterRobert Richter;  Logopäde / Stottertherapeut (ivs),  Leipzig, 
arbeitet schwerpunktmäßig auf dem Gebiet der Stottertherapie. Seit 2006 gemeinsame Arbeit  mit Andreas Starke (Hamburg) in der Intensiven Intervalltherapie Stottern (VIERMALFÜNF) für stotternde Jugendliche und Erwachsene. 2009 bis 2015 Dozententätigkeit zu Redeflussstörungen in der Logopädieausbildung. Vorstandsmitglied der Interdisziplinären Vereinigung der Stottertherapeuten (ivs, Köln). In Fachvorträgen und Veröffentlichungen beschäftigt er sich seit mehreren Jahren mit dem Thema Hochstresserfahrung bei schwerem Stottern. Mitautor des 2016 veröffentlichten Leitfadens Stottern des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVJK) und des Buches Kein Berg ohne Täler.
 
Wer sich zu einer Stottertherapie entschließt, hat sich entschieden, etwas an seinem Sprechen und vielleicht auch darüber hinaus im Leben zu verändern. Man beginnt die Therapie mit viel berechtigter Hoffnung. Es stellt sich vielleicht sogar schnell eine erste positive Veränderung ein und das beflügelt die Motivation, weiterzumachen.
Doch im Hinterkopf pocht ein Gedanke: was ist, wenn das alles nicht dauerhaft so bleibt? Und dann kommt ein Tag im gewöhnlichen Alltag, da packt das Stottern wieder zu und alles scheint einzustürzen.
War es eigentlich von Anfang an klar, dass Rückfälle eintreten dürfen? War es klar, dass Veränderung auch Experiment bedeutet und dass beim Experiment Höhen und Tiefen ganz normal sind? Was ist das eigentlich, der gefürchtete Rückfall während oder nach einer Therapie? Vielleicht der Normalfall – und vielleicht eher die Frage, wie man damit umgeht? Was hatte man denn wirklich schon erreicht? Und wovon ist man denn genau genommen zurückgefallen?
Im Workshop soll in einer kurzen theoretischen Einführung das Thema Rückfall besprochen werden. Anhand der Erfahrungen der Teilnehmerinnen soll dann ein Austausch über Erfahrungen und Handlungsstrategien im Rück-Fall angeregt werden. Und schließlich: um den Rückfall zu verstehen, muss der jeweilige Stand der Therapie analysiert werden.
 
 
AK 6: Stadtführung - Sprechen trainieren und Neumünster erleben

Rolf-Robert Maeder (74) ist seit über 35 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe aktiv. Anfangs in der Region Hannover/Braunschweig, dann später überregional ehrenamtlich im LV Nord. Nach einer Elektrikerlehre und anschließendem Besuch einer Fachschule war er über 40 Jahre bei Siemens in der Technischen Abteilung für DB-Stellwerke tätig, und hat sich 2008 mit der Entwicklung der Stromversorgung für elektronische Stellwerke in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. 
DAK6 Rolf MaederSchne Villen erzhlen von der einstmals blhenden Textilindustrieie Idee, eine Stadtführung in Eigenregie zu machen, kam vom Vorstand des LV Nord. Mit dem Sinn, den Rundgang mit Sprechübungen der Teilnehmer zu verbinden. Nach dem Motto: Do it yourself - Tu es selbst. Die Idee fand ich gut, und habe zugesagt, die Stadtführung zu übernehmen. An den ausgesuchten Sehenswürdigkeiten kann dann - wer will - die dazu gehörige kurze Geschichte vorlesen. Bei Bedarf übernimmt der Stadtführer weiterführende Erklärungen zur Historie.

Zu Neumünster: Neumünster ist die Einzige von 4 kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein, die nicht am Meer liegt - dafür aber im Herzen des Landes. Damit unterscheidet sich die Geschichte von Neumünster wesentlich von den 3 Hafenstädten Kiel - Lübeck - Flensburg. Die prägende Stadtgeschjchte begann also erst so richtig mit der im Norden einsetzenden Industrialisierung. Erst spät - 1870 - bekam Neumünster die Stadtrechte, aber die Anfänge waren schon mit der planmäßigen Besiedlung Ost-Holsteins im Jahre 1127.
 
 
 
 
AK 7: Auf zum Theater, lasst uns Neumünster zu unserer Bühne machen !

Ak7 Stefan MeyerAk7 Wolfgang RatuschniStefan Meyer, 49 Jahre, ist seit 25 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe aktiv und regelmäßig auf der Buko-Theaterbühne. Als Verkehrsplaner kümmert er sich um Mobilität für alle, in welcher Stadt auch immer.

Wolfgang Ratuschni, 56 Jahre, aus Hamburg ist seit 1989 in der Stotterer-Selbsthilfe  aktiv und spielt seit 1991 Theater auf der Landes- und Bundesebene der BV. Beruflich sorgt er als technischer Angestellter in einem Forschungsinstitut dafür, dass sich Elementarteilchen auf der richtigen Bahn bewegen.

Stottern und Theater, passt das zusammen? Ja!!!
Und so werden auch in Neumünster wieder einige mutige Stotternde die Theaterbühne erobern, die Zuschauer zum Lachen oder Nachdenken bringen und danach den verdienten Applaus genießen.
Spielerisch werden wir uns auf die Herausforderungen des Tages einstimmen ehe wir unser Theaterstück ausarbeiten und proben. Dabei können alle ihre Fantasie und Kreativität einbringen. Wir wollen kein perfektes Theaterstück auf die Bühne bringen sondern die Zuschauer durch unsere Spielfreude mitreißen und unterhalten.
Wolltest Du nicht schon immer mal oder endlich mal wieder auf einer Bühne im Rampenlicht stehen? Hast Du Lust, einen ganzen Tag aus Deinem Alltag herauszutreten und Dich in eine andere Rolle zu begeben, die Du selbst gestalten kannst?
Möchtest Du einen intensiven und lustigen Tag erleben und entdecken, welche Ausdrucksmöglichkeiten in Dir stecken? Mach doch einfach mit!
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
 
 
AK 8: Tanzen ist Träumen mit den Füßen
AK8 Winfried Agne
 
Winfried Agne 48 Jahre – langjähriges Mitlied der Selbsthifle
Erfahrung in den Bereichen Tunier- und Musicaltanz
 
Wir wollen gemeinsam Tänze aussuchen aus den Bereichen Standard und Latein, die Schritte einüben und sie mit Musik in Rhythmus und Bewegung umsetzen.
Lasst uns zusammen erleben, wieviel Spaß es macht, selbstsicher zur Musik über die Tanzfläche zu schweben. 
 
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.
 
 
 
 
 
AK 9: Mit einer stimmigen Stimme in Stimmung kommen
AK9 Hakima Seidel
 
Hakima Seidel geb. 1961(früher Roswitha genannt) ist ausgebildete Altenpflegerin, Tiefenpsychologin, Stimmbildnerin, Sängerin und Autorin (Pseudonym: Susanne Reichelt, Asanger Verlag). Sie lebt in Flensburg, hat Einzelschüler, betreut einen Frauenchor, veranstaltet Konzerte, Seminare und Fortbildungen. Hakima stotterte ab dem 6. Lebensjahr und hat 40 Jahre in Selbsthilfegruppen und mit unterschiedlichen Therapiemethoden ihr Sprechen verflüssigt.

Wir erforschen und erweitern mit speziellen Stimmbildungs- und Atemübungen unser sprachliches Ausdrucksvermögen: Stärkung der Sammlungskraft, Übungen zur Selbstwahrnehmung, Hinspüren, Achtsamkeit, den Atem einfallen lassen, das was da ist würdigen, in Fluss kommen über Gesang und über das Schwungprinzip, spielend Neues wagen, sich im Zentrum stärken und erden, dem Gegenüber mit Neugierde und Respekt begegnen. Und vor allem: Spaß haben!
 
 
 
 
AK 10: Infostand mit Musik in der Fußgängerzone von Neumünster
AK10 Reiner Schncke
 
Mein Name ist Reiner Schöncke. Ich bin am 06.06.1943 in Hamburg geboren. Eingeschult wurde ich im April 1950 in die Sprachheilschule Karolinenstraße in Hamburg. Mache seit 30 Jahren Selbsthilfe Stottern in Elmshorn. Infostände habe ich bereits in Hamburg, Elmshorn, Schleswig und Flensburg betreut. Seit 20 Jahren organisiere ich einen Infostand zum Welttag des Stotterns.
 
In der Fußgängerzone von Neumünster wollen wir am Samstag Vormittag einen Info-Stand aufbauen. Wir wollen über persönliche Gespräche und mit unserem Info-Material die Passanten über Stottern aufklären und auf den Kongress im Kiek in! aufmerksam machen.

Detlef Braatz, Eckart Nietfeld und vielleicht auch noch andere werden den Stand mit ihrer Musik und ihren Instrumenten umrahmen. An Spaß wird es uns also nicht fehlen!
 
 

AK11: Leichter sprechen und sich wohler fühlen
AK11 Berthold Wauligmann
 
Berthold Wauligmann, Mitglied der Stotterer-Selbsthilfegruppe Münster seit 1979,
Seminarleiter seit 1985, Autor des Films “Leichter sprechen und sich wohler fühlen – Praktische Hilfen für Stotternde“
 
In diesem Arbeitskreis wird die Naturmethode vorgestellt und eingeübt. Sie basiert auf den Erkenntnissen von Oscar Hausdörfer, Ronald Muirden und Erwin Richter und wird durch neue Ideen ergänzt. Ein Motto lautet „Sprich so, wie Du Auto fährst!“ Wird man beim Autofahren unsicher, tritt man auf die Bremse, so dass man sicher weiterfahren kann. Ähnlich ist es beim gezielten Reduzieren des Sprechtempos. Wir lernen mehrere Möglichkeiten kennen, mit denen wir auf natürliche Art und Weise Ruhe in unser Sprechen bringen. Mit dem “cleveren Atmen“ können schwierig erscheinende Wörter entmachtet werden, ohne eine auffällige Technik anwenden zu müssen. Auch das gebundene Sprechen mit bewussten Betonungen und das Sprechen mit lockerer Mundmuskulatur sind hilfreiche Elemente der Naturmethode und werden kurz vorgestellt. Die Gedanken spielen beim Stottern eine wichtige Rolle, wir beeinflussen sie zu unseren Gunsten durch Mentales Training. Das Sprechen mit der Naturmethode macht Spaß, erlebe es selbst! 
 
 
 
 
AK12: BuKo-Chor
AK12 Dorothea beckmann 6b
 
Dorothea Beckmann, Logopädin, Stimmtherapeutin und Chorleiterin aus Münster, stottert selbst und engagiert sich seit über 20 Jahren in der Stotterer-Selbsthilfe.

Du möchtest jenseits von Stottersymptomen Deine Stimme erleben, Dich kreativ ausdrücken und Spaß in der Gemeinschaft haben? Dann sing!
In Neumünster gibt Dir der Buko-Chor die Gelegenheit dazu.
Im Vordergrund des Workshops stehen auf jeden Fall Spaß und Wohlbefinden. Mit Lockerungs-, Atem- und Stimmübungen werden wir die Stimmbänder aufwärmen, um sie dann ohne Anstrengung und ohne Leistungsdruck in allen Facetten zum Klingen zu bringen.
Was wir am Samstagabend auf die Bühne bringen werden, hängt von Anzahl, Lust und Können der Teilnehmer ab. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, jeder kann mitmachen - gerne auch jene, die von sich behaupten: „Ich kann nicht singen“. Denn oft stellt sich, hat man sich erst mal überwunden, heraus, dass dies ein lang gehegter Irrtum ist.
 
 
 

AK 13: MUTtanken- Einblicke in das Encouraging-Training Schoenaker-Konzept
AK13 Monika Bger
 
Monika Böger ist Encouraging-Trainerin nach dem Schoenaker-Konzept und individualpsychologische Beraterin. Als selbst Betroffene bietet sie mit großer Begeisterung Seminare für die BVSS und die Kasseler Stottertherapie an.

Wünschst Du Dir mehr Mut und Selbstvertrauen? Hast Du manchmal das Gefühl, Dir selbst mit Deinen Ängsten und Zweifeln im Wege zu stehen?  
Damit Du auch angstbeladene Situationen souverän meistern kannst, ist es deshalb wichtig, ein stabiles Selbstwertgefühl zu haben und über anhaltende Selbstachtung zu verfügen.
In diesem Workshop werde ich Euch Übungen aus dem Ermutigungstrainings vorstellen, das Theo Schoenaker aus seiner Arbeit mit Stotternden entwickelt hat.  Wir werden mit neuen Denkmustern experimentieren, die es ermöglichen, uns mehr an unseren Stärken und Fähigkeiten zu orientieren, statt ständig auf unsere Fehler und Schwächen zu schauen. In Kleingruppen werden wir uns intensiv zu unterschiedlichen Fragestellungen austauschen und Ihr werdet so selbst zu neuen Erkenntnissen kommen. 
Die Denkprozesse, die durch Ermutigung eingeleitet werden, verändern unser Lebensgefühl nachhaltig zum Positiven, leiten Veränderungen auf der Verhaltensebene ein und setzen somit Prozesse in Gang, der zu mehr Selbstsicherheit führen. Das wirkt sich auch auf unser Sprechverhalten aus. 
Ich freue mich auf Euch!
 
 
 
AK 14: Den Sprechablauf beeinflussen mit Hilfe der Koordinierten Stotterkontrolle
AK14 Gerd Jacobsen
 
Gerd Jacobsen, pensionierter Sprachheillehrer aus Hamburg, Stotternder. 
Langjährige therapeutische Erfahrung in Schule, ambulanter Therapie und in Seminaren des LV—Nords und der BV zum Thema Bewältigung des Stotterns.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, ihren Sprechvorgang durch gezielten Einsatz von sanften Wortanfängen und aktiven Mundbewegungen zu beeinflussen. Ziel ist es, sich ankündigendes oder auftretendes Stottern als beeinflussbar, verringerbar bzw. kontrollierbar zu erleben.
Erste Trainings- und Transferideen werden erarbeitet.
 
 
 
 
 
 
 
AK 15:   30 Jahre Van-Riper-Therapie in Deutschland - Was haben wir gelernt? 
AK15 Andreas Starke
 
Andreas Starke, 1944 geboren, Dipl.-Math., Logopäde (M.A. Western Michigan University). Zunächst Tätigkeit als EDV-Systementwickler. Habe bis zum 32. Lj. schwer gestottert, seit ich mich erinnern kann. Jetzt bin ich schon seit vielen
Jahren ziemlich flüssig. Mitbegründer der Stotterer-Selbsthilfe in Deutschland. Mein Studium der Logopädie = Sprech- und Sprachpathologie (speech-language pathology) absolvierte ich in den USA. Übersetzung mehrerer Bücher zum Thema "Stottern" aus dem Amerikanischen, u.a. Van Ripers "Die Behandlung des Stotterns" (Treatment of Stuttering).  Seit 1987 führe ich unter der Bezeichnung VIERMALFÜNF mit einer/m Kollegin/en, eine Gruppentherapie durch, zunächst nur für Erwachsene (18+), jetzt auch offen für Jugendliche (14+). Das zeitliche Schema (4 Abschnitte von 5 Tagen im Abstand von 6 Wochen) ist stets dasselbe geblieben. Bis heute haben 75 dieser Gruppentherapien mit etwa 750 Teilnehmern stattgefunden.

Im Arbeitskreis sollen folgende Fragen behandelt werden: Was ist inhaltlich dazu gekommen / was wurde weggelassen? Was hat sich an der Einschätzung der Wichtigkeit von Inhalten verändert? Wie hat sich die Meinung der Therapeuten zur Theorie des Stotterns verändert?
Der AK kann ist jedem zu empfehlen, der/die sich für die Theorie (das Wesen) des Stotterns interessiert, selbst als Therapeut/in mit Menschen, die stottern, arbeiten möchte und besonders denjenigen, die diese Therapie selbst als Teilnehmer mitmachen möchten.